Montag, 19. Februar 2018

Kampf um die Pressefreiheit - Meryl Streep als "Die Verlegerin" der Washington Post

von Luise Loges

Dynamisches Duo: Meryl Streep als Verlegerin Katharine Graham und Tom Hanks als Post-Chefredakteur Ben Bradlee
Foto: © Universal Pictures International Germany GmbH
Ein US-Präsident, der gegen die freie Presse zu Felde zieht. Whistleblower, die fürchten müssen, wegen Geheimnisverrats verurteilt zu werden. Und eine Zeitung, die zwischen idealistischer Berichterstattung und wirtschaftlicher Rentabilität navigieren muss: Steven Spielbergs Film "die Verlegerin" wirkt in seiner Thematik erschütternd aktuell. Darüber hinaus zeigt er ein wichtiges Stück Zeitgeschichte und vor allem das Porträt einer außergewöhnlichen Medienmacherin: Katharine Graham, Besitzerin der Washington Post. Unter ihrer Ägide machte das Blatt mit den sogenannten "Pentagon Papers" Geschichte.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Aufruhr in der BBC: Journalistinnen beweisen skandalösen Gender Pay Gap

von Tina Stadlmayer, London

BBC-Moderatorin Jane Garvey durfte in "Woman's Hour"  keine Fragen zu Equal Pay stellen. Foto: BBC-Schnappschuss

Wenn Medien über sich selbst berichten, ist das immer schwierig. Aber was am Montag in der viel gelobten BBC-Radiosendung "Woman's Hour" zum Thema "Lohnungleichheit bei der BBC" stattfand, war ein Skandal. Ein geplantes Interview mit Equal-Pay-Expertin Sam Smethers von der feministischen Fawcett Society durfte auf Anweisung von oben nicht geführt werden, weil Moderatorin Jane Garvey der Sache nicht neutral gegenüber steht. Wie auch, wenn sie als Moderatorin bei  der BBC arbeitet, wo Männer erwiesenermaßen mehr verdienen als Frauen?

Donnerstag, 18. Januar 2018

Jetzt üben wir mal: Ihr sollt mein Gesicht nicht erkennen

Von Magdalena Köster

Brille aus dem 3-D-Drucker  / Foto: Carnegie Mellon Universität, USA

Sie machen es ja schon, am Südkreuz in Berlin, am Wiener Flughafen, an den Bahnhöfen in London, Brüssel und Paris. Sie scannen unsere Gesichter, vermessen den Abstand der Augen, die Breite unserer Nase, die Form der Wangenknochen, Länge und Form unseres Kinns. Der "Real Time Face Detector" muss uns nur noch ein paar Mal erwischen, um herauszufiltern, ob wir gerade angry, sad oder happy sind. Facebook übt das schon seit Jahren mit Deep-Learning-Algorithmen und dem kostenlosen Schatz der Millionen Fotos auf seiner Seite. Hey, Kolleginnen, da sollten wir uns doch wenigstens hin und wieder unsichtbar machen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

"Die Spur" - illegale Jagd als frauenverachtender Mikrokosmos

Ein Gastbeitrag von Filmlöwin Sophie Rieger

In der Sorge um die Natur nervt Duszejko (Agnieszka Mandat-Grabka) ihre Widersacher / Foto: Filmkinotext

Die alte Duszejko ist unbequem. Nicht nur weil sie mit ihren astrologischen Weissagungen einigen Menschen auf die Nerven geht. Vielmehr stellt sie für die lokale Jagdgemeinschaft einen wandelnden Albtraum dar. Ihre Anzeigen bei der Polizei wegen Wilderei sind schon ärgerlich genug, aber Duszejko schreckt auch nicht davor zurück, höchst selbst und wild keifend in einen ihrer Meinung nach illegalen Jagdausflug einzugreifen. Ernst nehmen tut sie natürlich niemand. Selbst dann nicht, als eine mysteriöse Mordserie der Polizei ein echtes Rätsel aufgibt. An den Tatorten befinden sich Tierspuren und Duszejko ist davon überzeugt, das Wild würde nun seine berechtigte Rache nehmen.

Montag, 18. Dezember 2017

#Journalistinnenwunsch

von Mareice Kaiser

Für Informationsfreiheit: THE WEAPEN / Foto: theweapen.com

"Ich brauche kein Frühstück ans Bett, ich brauche Steuerklasse 3." – So lautet ein Tweet unter dem #Muttertagswunsch, der zum Muttertag 2016 viral ging. Wir haben uns gefragt, was sich feministische Journalistinnen (zu Weihnachten und auch sonst) wünschen – also wir. Und haben hier ein paar Wünsche und Ideen:

Donnerstag, 30. November 2017

Journalistinnen verbindet euch! Kolleginnen aus vielen arabischen Ländern trafen sich in Tunesien

von Tina Stadlmayer

Selbstbewusste junge Journalistinnen aus Palästina, Marokko, Ägypten und Tunesien.  / Foto: Tina Stadlmayer

So viele interessante Frauen auf einer Konferenz: Die Palästinenserin Maysoun Odeh, die den Frauen-Radiosender Nisaa FM gegründet hat,  Shahira Amin von der Union of Media Women in Egypt, die blinde Psychologin Laila Atshan, die in Palästina Traumaopfer betreut, die Fernsehjournalistin Mabrouka Khedir aus Tunesien, Radhia Jerbi, die Vorsitzende des tunesischen Frauenverbandes UNFT, Dima Tarhini, die jeden Tag eine politische TV-Diskussionsrunde für den arabischen Dienst der Deutschen Welle vorbereitet und moderiert. Nicht zu vergessen, die vielen jungen Kolleginnen, die jeden Tag gegen Widerstände ankämpfen und sich nicht unterkriegen lassen.


Sonntag, 26. November 2017

Spiel um Anerkennung - im Tennisdrama "Battle of the Sexes" kämpft Emma Stone gegen Ungleichbehandlung im Sport

von Luise Loges


Clown vs. Kämpferin: Billie Jean King (Emma Stone) und Bobby Riggs (Steve Carrell) / ©Fox Searchlight Productions

Kampf der Geschlechter nannten die amerikanischen Medien 1973 zwei Spiele zwischen damals aktuellen Champions im Frauentennis und einem männlichen Ex-Profi. Ob die ein reines PR-Spektakel oder einen Meilenstein für die Anerkennung von Frauen im Sport darstellten, ist bis heute umstritten. Doch für ein feministisch angehauchtes Typendrama bietet der Medienzirkus um Billie Jean King, Margaret Court und Bobby Riggs auf jeden Fall genug Material.