Montag, 26. Januar 2015

Mehr EU-Berichte in den Medien - fordert Linn Selle als jüngste "Frau Europas"

Linn Selle Foto: EBD.de

Am Anfang war der Flashmob. Fünfzig Mitglieder der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) demonstrierten im letzten April in Berlin für die Vorstellung aller EU-Spitzenkandidaten im ersten Fernsehprogramm: "ARD, aber schnell, zeigt uns das TV-Duell!" Dafür wird die Initiatorin der Aktion, Linn Selle, von der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) in die illustre Gruppe der "Frauen Europas" aufgenommen.

Montag, 19. Januar 2015

Ohne Brille sieht der Krautreporter besser


Wer hat hier welche Brille auf? Bild: James Cridland, CC-BY und CC-0.

Ich bin nicht schlagfertig. Auch darum bin ich in der schreibenden Zunft gelandet. Da kann man über die Pointe, die passende Antwort nachdenken. Diesmal habe ich wieder etwas länger gebraucht.

Es geht um die Krautreporter. Von Anfang an wurde ihr geringer Frauenanteil unter den festen Autoren bemängelt. Inzwischen werden die Macher auch kritisiert, arg hinter ihrem Versprechen hinterher zu hinken, innovativen Journalismus zu machen. Derweil hat sich beim Frauenanteil nur wenig geändert: Ich zähle aktuell 9 Frauen und 21 Männer in der Stamm-Autorenschaft.

Ende Dezember und damit gut zwei Monate nach dem Start der Krautreporter hat Pro Quote diesbezüglich nachgefragt. Und da erklärte Chefredakteur Alexander von Streit ganz selbstbewusst:

Mittwoch, 7. Januar 2015

Das Jahr der Frau reloaded. Diesmal im Ernst.

Grafik: Watch-Salon


Vor 40 Jahren rief die UNO-Vollversammlung das Internationale Jahr der Frau aus. Eine ziemliche Farce in Deutschland, auch dank wahrlich fortschrittlicher Medienmacher im Programmkuratorium: Walter Steigner, Intendant der Deutschen Welle, kommentierte damals, Frauen kämen in öffentliche Ämter "mehr aus Höflichkeit, die dem weiblichen Geschlecht von den Männern aus unerfindlichen Gründen entgegengebracht wird." Doch was 1975 eher ein Witz war, könnte ja 2015 ein Spaß werden: Zwölf Monate, die wirklich mal etwas verändern. Ein Jahresausblick, zusammengeträumt in den Raunächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag. Und was man in Raunächten träumt, wird ja bekanntlich wahr. 


Montag, 5. Januar 2015

Stellenausschreibung: Suche feministische Fee

Position im höheren Dienst auf meiner Schulter zu besetzen.
Bild: rosarot, CC0

Engelchen und Teufelchen brauche ich nicht, ich schaffe auch schwere Entscheidungen ohne sie. Stattdessen hätte ich gerne jemand anderen auf meiner Schulter sitzen: eine altgediente Feministin. Als kleine Fee zum Beispiel. Und meinetwegen in lila.

Die brauche ich besonders an Weihnachten, wenn ich meine ganze Familie wiedersehe. In letzter Zeit gerate ich bei solchen Treffen nämlich regelmäßig in feministische Diskussionen. Natürlich bin ich komplett selbst schuld daran, ich mische mich ja sofort ein, wenn ich mit halbem Ohr "Quote" oder "gendergerechte Sprache" höre. Manchmal habe ich dann gute Argumente parat, manchmal aber fehlen sie mir komplett. Dann bräuchte ich eine persönliche Feminismus-Fee.

Montag, 29. Dezember 2014

Aufbruchsstimmung in Kairo: der Journalistinnenbund als Best-Practice-Beispiel



Katrin Lechler und Thembi Wolfram waren für die JB-Mentoring-AG auf der
Journalistinnen-Konferenz "Crossing Borders" in Kairo. Foto: Katrin Lechler

Journalismus im postrevolutionären Ägypten ist ein hartes Pflaster. Laut Reporter ohne Grenzen ist das Land eines der gefährlichsten, mindestens 16 Journalisten sind derzeit in Ägypten in Haft. Frauen werden zudem durch Gesetze und Traditionen beruflich und privat massiv diskriminiert. Über 90 Prozent der ägyptischen Frauen geben an, schon einmal sexuell belästigt worden zu sein; als Straftat ist dies erst seit Kurzem anerkannt. Wie bewältigen die Journalistinnen zwischen Kairo und Aswan diese Situation? Im November 2014 richtete die Deutsche-Welle-Akademie in Kairo die Konferenz „Crossing Borders – Empowering Women Journalists in Egypt“ aus. Mit dabei waren auch Katrin Lechler von der Mentoring-AG des Journalistinnenbundes (JB) und Kerstin Kilanowski von der DW-Akademie, ebenfalls JB-Mitglied. Luise Loges sprach mit beiden über die Stimmung unter den ägyptischen Journalistinnen.

Montag, 8. Dezember 2014

Die Red Tent Frauengruppe, Meetups, Konzerte - soziale Medien erleichtern das Einleben in London

Stadtspaziergang in London. Foto: Stadlmayer

Ich habe eine Schamanin kennengelernt, junge und ältere Feministinnen, Künstlerinnen, kluge und engagierte Menschen in meiner Nachbarschaft. Seit über einem Jahr lebe ich jetzt in London, der Millionenstadt, in der ich zuvor keinen Menschen kannte. Inzwischen habe ich ein Netzwerk aus Freundinnen, Kolleginnen, Nachbarinnen aufgebaut. Diese Kontakte habe ich zu einem großen Teil sozialen Medien zu verdanken.